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Notenblätter/Partituren
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Titel
Ab Uno
NEU!
Artikel-Nr.
4123224
Kategorie
Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie
Konzertmusik
Besetzung
Ha
(Blasorchester)
Format/Umfang
PrtStm
(Partitur und Stimmen)
Erscheinungsland
Schweiz (ch)
Verlag
*
Rossier Eigenverlag
Komponist
Rossier, Theo
Schwierigkeitsgrad
5
Zusatzinfo/Inhalt
In Theo Rossiers Komposition „Ab Uno“ bezeichnet Metamorphose die fortlaufende Veränderung eines musikalischen Ausgangsgedankens. Rossier verwendet die Anfangstakte von Paul Hubers „Adagio für Violoncello solo“ als Keimzelle und entwickelt sie rhythmisch, melodisch und klanglich weiter. Durch unterschiedliche Varianten, Instrumentierungen und musikalische Zusammenhänge verändert das Material seine Gestalt und Funktion, bleibt aber weiterhin erkennbar. Die Übertragung in das Höchststufenblasorchester führt zu einer neuen Klangwelt. Dadurch entsteht keine bloße Bearbeitung, sondern eine eigenständige Komposition. „Ab Uno“ zeigt, wie aus einem einzelnen musikalischen Gedanken durch Verwandlung und Weiterentwicklung ein vielschichtiger musikalischer Verlauf entstehen kann.
(© musicainfo.net)
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:
Metamorphose als kompositorisches Prinzip in Theo Rossiers „Ab Uno“ - Vom musikalischen Ausgangspunkt zur Veränderung
Der Begriff „Metamorphose“ bezeichnet eine grundlegende Umwandlung, bei der die ursprüngliche Gestalt eines Gegenstands verändert wird, während seine Identität oder ein wesentlicher Zusammenhang erhalten bleibt. In der Musik beschreibt Metamorphose die fortschreitende Umgestaltung eines musikalischen Gedankens. Ein Motiv, ein Thema oder eine Klangvorstellung wird nicht einfach wiederholt, sondern in neue rhythmische, melodische, harmonische und instrumentatorische Zusammenhänge überführt.
Damit unterscheidet sich die musikalische Metamorphose von einer bloßen Bearbeitung. Bei einer Bearbeitung bleibt das Ausgangsmaterial meist weitgehend erhalten und wird beispielsweise für eine andere Besetzung eingerichtet. Die Metamorphose geht darüber hinaus: Das musikalische Material verändert seine Gestalt, seine Funktion und seine klangliche Wirkung. Trotzdem bleibt die Beziehung zum Ursprung erkennbar. Gerade aus dem Spannungsverhältnis zwischen Bekanntem und Neuem entsteht die besondere Wirkung dieses Verfahrens.
• Die Keimzelle von „Ab Uno“
Theo Rossiers Komposition „Ab Uno“ für Höchststufenblasorchester verweist bereits durch ihren Titel auf dieses Entwicklungsprinzip. „Ab Uno“ bedeutet sinngemäß „von einem“ oder „aus einem“. Gemeint ist ein einzelner musikalischer Ausgangspunkt, aus dem sich der weitere Verlauf der Komposition entwickelt.
Rossier verwendet die Anfangstakte von Paul Hubers „Adagio für Violoncello solo“ als musikalische Keimzelle. Dieses Material wird jedoch nicht als unverändertes Thema übernommen. Vielmehr bildet es die Grundlage für einen fortlaufenden Transformationsprozess. Die ursprünglichen Gedanken erscheinen in rhythmisch und melodisch veränderter Form, werden fragmentiert, erweitert oder verdichtet und treten in unterschiedliche musikalische Zusammenhänge ein.
Auf rhythmischer Ebene können veränderte Notenwerte, Akzentuierungen oder metrische Bezüge dem Material einen neuen Bewegungscharakter verleihen. Aus einem zunächst ruhig wirkenden Gedanken kann ein bewegter oder gespannter Impuls entstehen. Auch die melodische Gestalt wird weiterentwickelt. Die ursprüngliche Kontur bleibt teilweise erkennbar, kann aber durch veränderte Intervalle, Verkürzungen oder Erweiterungen eine neue Richtung erhalten.
Eine zusätzliche Bedeutung gewinnt dieser Prozess durch die Besetzung. Der solistische Klang des Violoncellos wird in die differenzierte Klangwelt eines Höchststufenblasorchesters überführt. Unterschiedliche Instrumentengruppen, Register und Klangfarben können einzelne Bestandteile des Ausgangsmaterials hervorheben, überlagern oder miteinander verbinden. Die Instrumentation ist daher nicht nur eine Übertragung, sondern ein wesentlicher Bestandteil der musikalischen Metamorphose.
• Eigenständigkeit durch Verwandlung
Die Verbindung zu Paul Huber bleibt in „Ab Uno“ als Ursprung des musikalischen Materials bestehen. Rossiers Komposition erschöpft sich jedoch nicht in einer Bearbeitung oder Hommage. Entscheidend ist, dass der übernommene Gedanke in neue Beziehungen eintritt und dadurch eine eigenständige Bedeutung erhält.
Ein Motiv wird durch seine musikalische Umgebung geprägt. Im Zusammenspiel mit anderen Klangfarben, rhythmischen Bewegungen, harmonischen Spannungen und orchestralen Schichtungen kann es seine Funktion verändern. Aus einer melodischen Linie wird möglicherweise ein rhythmischer Impuls, aus einem vollständigen Thema ein Fragment oder aus einem solistischen Gedanken ein Bestandteil eines komplexen Ensembleklangs.
„Ab Uno“ lässt sich deshalb als Entwicklung vom Einzelnen zum Vielfältigen verstehen. Aus einem begrenzten Ausgangsmaterial entsteht ein vielschichtiger musikalischer Verlauf. Die Einheit des Werkes beruht nicht auf der ständigen Wiederholung eines unveränderten Themas, sondern auf der erkennbaren Verwandtschaft seiner verschiedenen Erscheinungsformen.
• In „Ab Uno“ bezeichnet Metamorphose die umfassende Weiterentwicklung eines musikalischen Ausgangsgedankens. Theo Rossier übernimmt die Anfangstakte von Paul Hubers „Adagio für Violoncello solo“ und führt sie durch rhythmische, melodische, klangliche und formale Veränderungen in eine neue musikalische Wirklichkeit. Der Ursprung bleibt wahrnehmbar, während sich das Material fortlaufend verwandelt. So entsteht keine bloße instrumentatorische Übertragung, sondern eine eigenständige Komposition. „Ab Uno“ zeigt beispielhaft, wie aus einem einzigen musikalischen Gedanken durch Veränderung und neue Beziehungen ein komplexer und selbstständiger Verlauf entstehen kann. •
Text: © musicainfo.net (KI)
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